Das Schlimmste was passieren kann

„Bitte planen Sie genug Zeit ein. Die Situation hat sich verändert und wir haben so viele Fragen.“

 

Mit diesen Worten im Hinterkopf setze ich mich ins Wohnzimmer von Ehepaar Tapete. Wie immer ist die Stimmung herzlich. Beide geben mir das Gefühl, dass sie sich auf diesen Besuch gefreut haben.

Herr Tapete beginnt, von den Neuerungen zu berichten. Er erzählt, dass es seiner Frau nicht gut geht und sie zunehmend Unterstützung benötigt. Gemeinsam suchen wir nach Lösungen. Nicht jede Idee wird angenommen und das ist völlig in Ordnung. Jeder Mensch entscheidet selbst, wie viel Hilfe er zulassen möchte und welche Ressourcen ausgeschöpft werden.

 

Als wir uns schließlich einig sind und gemeinsam einen Plan beschlossen haben, beginnt Frau Tapete zu seufzen. Sie erzählt, wie sehr sie ihre Sorgen oft überkommen.

„Die Welt ist voller Gewalt“, sagt sie leise. „Ich habe manchmal so große Angst.“

Nachts liege sie wach und frage sich, wie es weitergehen soll.

Ich höre ihr aufmerksam zu. Ich kann gut verstehen, wie leicht man sich in einem Gedankenkarussell der Sorgen verlieren kann. Mein eigener Halt und mein Fundament ist mein Glaube. Schon oft habe ich Ehepaar Tapete erzählt, wie viel Gelassenheit und Ruhe mir Gott schenkt, dass ich ihm alles anvertrauen darf. Das was gut läuft, aber auch das, was nicht meinen Vorstellungen entspricht.

 

Bei fast jedem Besuch landen wir beim Thema christlicher Glaube. Innerlich frage ich mich kurz, ob es nicht komisch ist, nun schon wieder davon anzufangen.

Da kommt mir ein Gedanke, und noch bevor ich ihn ganz zu Ende gedacht habe, höre ich mich sagen:

„Frau Tapete, was ist das Schlimmste, was Ihnen passieren könnte?“

Sofort antwortet Herr Tapete: „Na ja, dass hier Krieg ausbricht.“

Frau Tapete nickt zustimmend.

 

„Dass wir sterben könnten“, füge ich hinzu. Auch dem stimmen beide zu.

 

„Und wie wichtig ist es dann zu wissen, wohin wir gehen, wenn wir sterben“, erkläre ich weiter. „Das können wir nur zu Lebzeiten festmachen eine Entscheidung für die Ewigkeit.“

„Machen Sie sich denn keine Sorgen?“ fragt Frau Tapete.

Ich erkläre ihr, wie viel Leichtigkeit mir mein Glaube schenkt. Denn egal, was passiert: Ich falle nie tiefer als in Gottes Hand.

„Ich beneide Sie um Ihren Glauben“, sagt sie leise.

Ich ermutige sie, es zu wagen.
Gott anzusprechen.
Neugierig zu sein, erwartungsvoll zu bleiben und die Hoffnung nicht aufzugeben.
Denn Jesus verspricht uns in der Bibel, dass der, der ihn von ganzem Herzen sucht, von ihm gefunden wird.

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